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Methodik

 

Im Rahmen umweltmeteorologischer Fragestellungen ist die Ermittlung klimatologischer und lufthygienischer Verhältnisse sowohl für den Ist- als auch für den Planzustand von Interesse. Dabei führen wir in Abhängigkeit von der Problemstellung folgende Arbeitsschritte durch:

  • Fachwissenschaftliche Auswertung vorhandenen Datenmaterials,
  • Datenerhebung im Gelände durch stationäre und mobile In Situ-Messungen sowie den Einsatz von Fernerkundungsverfahren,
  • Anwendung physikalischer bzw. numerischer Modellsimulationen zur Diagnose von Ist- und zur Prognose von Planzuständen,
  • Bewertung und Umsetzung der Ergebnisse.

Unsere Untersuchungsmethoden umfassen:

  • Untersuchungen zeitlicher umweltmeteorologischer und lufthygienischer Effekte mit Hilfe von temporären Messstationsnetzen,
  • flächenhafte oder punktuelle Erfassung umweltmeteorlogischer Effekte und umweltrelevanter Spurenstoffe mittels eines mobilen Messlabors,
  • Untersuchung der vertikalen atmosphärischen Schichtungszustände mittels Fesselballonsondierungen,
  • Untersuchungen zum Strömungsverhalten bodennaher Winde und Kaltluftabflüsse mit Hilfe von SF6-Tracermessungen,
  • Untersuchung mikroskaliger Luftströmungen mit einem Ultraschallanemometer,
  • Dreidimensionale numerische Simulation umweltmeteorologischer und lufthygienischer Sachverhalte

 

Neben temporär einsetzbaren Messstationsnetzen kommen mobile Messverfahren und Fernerkundungsmethoden zum Einsatz. Dadurch werden umweltmeteorologische und lufthygienische Aussagen mit einer hohen räumlichen und zeitlichen Auflösung von 8 m bzw. 3 Minuten und kleiner erzielt. Zu den messbaren Komponenten zählen u. a. Lufttemperatur, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und -richtung, Strahlungskomponenten inkl. UV-Strahlung und Strahlungstemperatur, Niederschlag sowie die Erfassung der atmosphärischen Spurenstoffe Ozon, Stickoxide, Kohlenstoffoxide, Nichtmethan-Kohlenwasserstoffe und Schwebstaub.

 

Mit Hilfe von Lufthygienemessfahrten kann die Immissionsstruktur des Untersuchungsraumes räumlich hoch auflösend dargestellt werden. Ergänzende Temperaturmessfahrten dienen zur Lokalisierung von klimaökologischen Ausgleichsflächen und Kaltluftentstehungsgebieten. Tracerausbreitungsmessungen und ultraschallbasierte Windmessungen werden zur Analyse der bodennahen Austauschverhältnisse, zur Identifikation von Luftleitbahnen und zur Ermittlung der Eindringtiefe von Kaltluftströmen in die Bebauung eingesetzt.

 

Zur Beurteilung umweltmeteorologisch-lufthygienischer Sachverhalte unter zukünftigen Bedingungen (Plan-Zustand) werden prognostische, numerische Simulationsverfahren eingesetzt, die neben dem Einfluss der Bebauung auch Vegetationseffekte und Spurenstofftransporte berücksichtigen. Damit lassen sich räumlich flächendeckende Aussagen zu Austausch- und Ausbreitungsverhältnissen, Spurenstofftransporten und zur human-bioklimatischen Situation (insbesondere Wärmebelastung) treffen.

 

Auf Grundlage derartiger Untersuchungen lassen sich differenzierte flächenhafte Aussagen für einen Untersuchungsraum ableiten, die nach gesetzlichen oder standardisierten Bewertungsmaßstäben (u. a. BImSchV/TA-Luft, LAI, VDI) beurteilt werden. Auf Grundlage dieser Informationen können für die raum- und planungsbezogene Anwendung Synthetische Klimafunktions- und Planungshinweiskarten erarbeitet werden.

 

 

   

 

 

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